Wie bleibt das Sperma qualitätvoll und gesund?
Lesen Sie, wie man einfach für eine ausreichende Spermienzahl und ihre Mobilität sorgen kann.

Enge Unterwäsche ist der Todfeind jedes Spermiums. (jlp)
Wie stellt man die Spermaqualität fest?
Sperma wird auf drei Parameter hin untersucht. Als Erstes ist die Spermienzahl in zwei Kubikzentimetern Sperma wichtig. Im Durchschnitt sind es 35 Millionen. Fällt die Zahl unter 20 Millionen, kann der Mann Probleme mit seiner Zeugungsfähigkeit haben. Mit dem nächsten Test wird überprüft, wie viele von diesen 35 Millionen Spermien sich normal bewegen. Spermien sind nämlich mechanischen Verletzungen, zu großer Hitze und anderen Faktoren ausgesetzt. Auch auf dem Weg aus den Hoden und beim Übergang durch den Samenleiter können sie beschädigt werden. Wenn die Beweglichkeit der Spermien bei 50 % liegt, sind wir normal zeugungsfähig. Das bedeutet, dass die Hälfte unserer Spermien gesund und munter mit ihren kleinen Schwänzen wedelt. Mit dem dritten Test wird die Form der Spermien kontrolliert, d. h., ob sie der Standardform ähnlich sehen. Die Standardform bedeutet eine kräftige, gesunde Form, die dem Spermium ermöglicht, auf dem einfachsten Weg und am effizientesten bis zur Eizelle zu schwimmen. Um die 14 % der Spermien müssen diese Form aufweisen, obwohl die Zahl über die Jahrzehnte immer niedriger wird und jetzt schon fast bei 6 % liegt.
Wie wird gesundes und zeugungsfähiges Sperma gewährleistet?
Sie sollten keine zu enge Unterwäsche oder Kleidung tragen. Das erste Grundproblem ist die Hitze. Eine enge Hose aus billigem Kunstmaterial, eine eng anliegende Unterhose, viel Sitzen, übereinandergeschlagene Beine, beheizte Sitze, Notebooks auf dem Schoß, … wirken sich alle längerfristig negativ auf die Entwicklung unserer Spermien aus. Vergessen Sie die Gebote der Mode, Ihre Zeugungsfähigkeit schreit nach weiter Kleidung, natürlichen oder hochwertigen künstlichen Materialien, die für eine gute Durchlüftung sorgen. Auch wenn die lockeren Boxershorts nicht gerade sexy sind, werden Ihnen die Spermien jedoch dankbar sein.

Der wundersame Augenblick der Befruchtung. Das Spermium muss die richtige Form haben und im Rennen gegen seine Brüder der Erste sein, damit er die Eizelle erfolgreich befruchten kann. (jlp)
Berücksichtigen Sie das Klima. Das Klima beeinträchtigt die Spermienzahl vor allem durch die Durchschnittstemperatur. Zu warme und zu kalte Orte sind problematisch. Natürlich kann niemand von uns erwarten, dass wir wegen der Anzahl an Spermien umziehen, wir können aber unseren Lebensstil so anpassen, dass die optimalen Voraussetzungen für ihre Entwicklung gegeben sind. In wärmeren Gebieten achten wir darauf, dass wir weite, lockere und luftige Kleidung tragen und in kälteren Gebieten achten wir darauf, dass wir nicht die ganze Zeit zu stark angezogen sind, sondern auch hier und da ein Kleidungsstück ablegen, insbesondere zu Hause achten wir auf eine konstante Temperatur. Alkohol sollte eher die Ausnahme als die Regel sein. Neben Alkohol in jeglicher Form, beeinträchtigen auch Narkotika, Steroide und Opiate die Gesundheit Ihrer Spermien, um von der zerstörenden Wirkung auf Ihr Leben gar nicht anzufangen. Geben Sie das Rauchen auf! Es ist bewiesen, dass das Rauchen die Spermienzahl verringert und Probleme mit der Erektion verursacht. Eine Studie der University of New Orleans war nur einer von vielen, die den Einfluss von Rauchen auf die Erektionsstörungen untersucht haben. Die Studie, die an 4.764 Männer im Durchschnittalter von 47 Jahren durchgeführt wurde, kam zu folgenden Ergebnissen:
* Bei Männern, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, ist das Risiko, Erektionsstörungen zu bekommen, um 60 % höher als bei Männern, die nie geraucht haben.
* 15 % der aktiven und ehemaligen Raucher hatte schon einmal Erektionsstörungen.
* Bei Männern, die momentan rauchen oder früher geraucht haben, ist die Wahrscheinlichkeit, Probleme mit der Erektion zu haben, um 30 % höher.
* 12 % der Männer, die nie geraucht haben, haben Probleme mit der Erektion.

So sieht ein Gefäß zur Aufbewahrung von Spermien aus. (jlp)
Gehen Sie mit dem Sperma nicht sparsam um
Sperma sammelt sich in den Hoden an und sondert sich nach einiger Zeit selbst aus, meistens wegen durch die sog. „feuchten Träume“, vor allem in der Jugendzeit. Auf diese Weise sorgt der Körper selber für das Ausscheiden des überflüssigen Spermas. Wir können ihm dabei mit regelmäßiger Masturbation oder Geschlechtsverkehr behilflich sein, da auf diese Weise das Sperma „frisch“ bleibt und die alte Samenflüssigkeit ausgesondert wird. Jedoch sollte man nicht übertreiben, da zu häufige Ejakulation die Produktion von besserem Sperma verhindert. Einmal täglich oder einmal in zwei Tagen ist frequent genug.
Heizen Sie nicht Ihre Autositze
Deutsche Forscher haben 30 Männer auf die Temperatur ihrer Hoden hin untersucht. Bei denjenigen, die in beheizten Sitzen saßen, haben sie nach 90 Minuten eine Temperatur von 37,3 °C gemessen, was mehr als bei denjenigen war, die in gewöhnlichen, alten unbeheizten Sitzen saßen. Bei ihnen haben sie 36,7 °C gemessen. Schon ein so kleiner Temperaturanstieg kann die Zeugungsfähigkeit des Mannes beeinträchtigen. Die Hoden befinden sich gerade deswegen außerhalb des Körpers, weil sie für die Produktion des Spermas eine niedrigere Temperatur benötigen.
Gesunde Ernährung
Auch Spermien sind in vieler Hinsicht den Hochleistungssportlern ähnlich. Für die eigene maximale Leistung müssen sie die bestmöglichen Inhaltsstoffe im richtigen Verhältnis haben. Und dafür können wir das Meiste mit einer gesunden Ernährung tun. Je besser sich Ihr Körper fühlt, desto besseres Sperma haben Sie.























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