Menstruationsprobleme

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30.03.2009 | Antonio B

Es gibt mehrere: vom Ausbleiben bis zum Ausfall der Regelblutung, Schmerzen und PMS. Wir werden die Ursachen und Symptome näher erläutern.

 

Monatliche Regelblutung, genannt auch Menstruation, fängt vor der Pubertät an und dauert bis zur Menopause.
Monatliche Regelblutung, genannt auch Menstruation, fängt vor der Pubertät an und dauert bis zur Menopause.

Monatsblutung

Der Menstruationszyklus, bekannt auch als monatliche Reinigung, die Regel oder die Periode, ist eine Blutung der Gebärmutter der Frau, die zwischen der Pubertät und der Menopause periodisch alle vier Wochen vorkommt. Für gewöhnlich dauert sie zwischen drei und vier Tagen. Wenn sie nur zwei Tage oder mehr als acht Tage dauert, geht es wahrscheinlich um eine Störung oder eine Unregelmäßigkeit. Bei der Monatsblutung stößt die Gebärmutter die Schleimhaut aus, die unter dem Einfluss des Sexualhormons Progesteron angeschwollen ist. Das bedeutet, dass sie auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet ist. Kommt es zu keiner Befruchtung, verfällt die Eizelle, die angeschwollene Schleimhaut wird überflüssig und sie löst sich von den Wänden der Gebärmutter ab. Diese Wand deckt eine neue Schleimhaut ab und die Blutung hört auf. Die erste Regelblutung tritt meistens zwischen dem zehnten und dem dreizehnten Jahr auf, manchmal auch später, bis zum siebzehnten Jahr. Das hängt sowohl vom allgemeinen körperlichen Entwicklungsgrad des Mädchens, ihrem gesundheitlichen Zustand und Lebensstil als auch von anderen Faktoren ab. Anfangs ist die Monatsblutung unregelmäßig, weil sich der junge Organismus erstmals an die neue Funktion des Körpers gewöhnen muss. Kommen ähnliche Probleme jedoch auch in den späteren Jahren vor, sollte die Frau ihren Arzt aufsuchen.

 
Amenorrhoe ist das Ausbleiben der Regelblutung und kommt wegen emotionaler Belastung vor.
Amenorrhoe ist das Ausbleiben der Regelblutung und kommt wegen emotionaler Belastung vor.

Amenorrhoe

Das Ausbleiben der Regelblutung tritt bei Mädchen vor der Pubertät, bei Frauen während der Schwangerschaft und bei älteren Frauen vor der Menopause auf. Wenn es bei anderen Frauen vorkommt, ist das ein Anzeichen einer Eierstock-, Gebärmutter- oder Innerdrüsen-Erkrankung. Es kann auch auf psychogene Störungen hinweisen, die öfters als Folge verschiedener emotionaler Erschütterungen auftreten. Mit anderen Worten, psychogene Störungen sind Prozesse im menschlichen Körper und Folgen eines emotionalen Zustandes. Emotionale Gegensätze, die heftigen Stress verursachen, können auf physisches Befinden Auswirkungen haben und bei der Frau Störungen der Regelblutung auslösen. Wenn es noch keine Regelblutung zuvor gegeben hat, geht es um sekundäre Amenorrhoe. Amenorrhoe kann die Folge einer Unregelmäßigkeit des Gehirns, der Schilddrüse, der Nebennieren, der Eierstöcke, der Hypophyse oder anderer Geschlechtsorgane sein. Bei Mädchen, die im Alter von dreizehn Jahren keine Pubertätsanzeichen haben, im Alter von sechzehn Jahren oder fünf Jahre nach dem Beginn der Pubertät noch keine Regelblutung haben, müssen untersucht werden, weil nur auf diese Weise eine mögliche Krankheit entdeckt werden kann.

 
Eine Frau mit PMS ist leicht reizbar, deswegen ist es besser, ihr aus dem Weg zu gehen. (jlp)
Eine Frau mit PMS ist leicht reizbar, deswegen ist es besser, ihr aus dem Weg zu gehen. (jlp)

Dysmenorrhoe

Dysmenorrhoe sind Regelschmerzen, die im Bauch wegen des Zusammenziehens der Muskulatur der Gebärmutter während der Regelblutung vorkommen. Bei primärer Dysmenorrhoe ist die Ursache für Krämpfe nicht bekannt, bei sekundären ist aber die Ursache eine gynäkologische Erkrankung. 50% aller Frauen sind von der primären Dysmenorrhoe betroffen. Gewöhnlich setzten die Regelschmerzen kurz nach der Menarche ein und können so stark sein, dass sie die alltäglichen Aktivitäten erschweren. Mit den Jahren oder nach der Geburt verringern sich die Schmerzen. Die Ursache dafür ist das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur wegen eines verringerten Blutzuflusses in die Gebärmutterschleimhaut. Die sekundäre Dysmenorrhoe kommt seltener, nur bei 25% aller Frauen vor. Die häufigsten Ursachen dafür sind Endometriose (eine chronische Wucherung von Gebärmutterschleimhaut) und Myome (ein gutartiger Muskeltumor). Hauptsymptom für Dysmenorrhoe sind Schmerzen im Unterleib, die als Krämpfe auftreten können. Diese Schmerzen können konstant sein oder sich zyklisch wiederholen. Weitere Symptome sind Kopfschmerzen, Verstopfung oder Durchfall, Schwäche, Erbrechen oder häufiges Abführen. Manchmal lösen sich von der Gebärmutter Blutgerinnsel oder Teilchen der Schleimhaut. Schmerzen bei der primären Dysmenorrhoe können mit Hilfe der entzündungshemmenden Medikamente erfolgreich abgeschafft werden oder auch durch Ruhe, Schlaf und regelmäßige körperliche Aktivität gelindert werden. Wenn die Schmerzen die alltäglichen Aktivitäten unmöglich machen, kann die Ovulation mit Hilfe der Verhütungsmittel mit niedrigem Hormongrad verhindert werden. Alles hängt von den Ursachen ab.

 
Die Regelblutung kann zu stark oder zu schwach sein.
Die Regelblutung kann zu stark oder zu schwach sein.

PMS

PMS (prämenstruelles Syndrom) ist ein Zustand mit vielen Anzeichen wie Nervosität, Gereiztheit, Unruhe, Depression, Kopfschmerzen, Anschwellungen und Brustempfindlichkeit. Diese Anzeichen kommen 7 bis 14 Tage vor der Regelblutung zum Ausdruck, weil sie mit Veränderungen im hormonalen und Stoffwechselprozessen im Körper verbunden sind. Hormonale Verhütungsmittel verringern das Schwanken des Hormongrades und erleichtern die Schwierigkeiten. Eine geringere Einnahme von Salz oder die Verwendung eines milden Medikaments zur Abführung von Wasser (Diuretikum) können die Blutung verringern. Ebenso hilft ein geringer Genuss von Zucker, Alkohol, Koffein und anderen Ergänzungsmitteln mit Calcium und Magnesium. Entzündungshemmende Medikamente helfen bei Kopfschmerzen und Krämpfen.

 
Moderne und selbstbewusste Frauen leiden unter unzähligen Schwierigkeiten des Menstruationszyklus.
Moderne und selbstbewusste Frauen leiden unter unzähligen Schwierigkeiten des Menstruationszyklus.

Regeltypusstörungen

Hypermenorrhoe bezeichnet eine zu starke Menstruationsblutung, bei Hypomenorrhoe handelt sich aber um eine sehr schwache, meist nur kurz dauernde Menstruationsblutung. Beide Bezeichnungen bezeichnen eine Störung der Eierstöcke. Wenn eine Frau unter Hypermenorrhoe leidet und sie dazu noch heftige Schmerzen im Unterleib hat, ist es nicht empfehlenswert Aspirin einzunehmen, weil es den Kreislauf beschleunigt und dadurch noch stärkere Blutungen entstehen können. Blutungen aus der Gebärmutter können zu stark, zu schwach, zu häufig oder zu unregelmäßig sein. Bei ungefähr 25% der Frauen ist die Ursache eine organische Schädigung der Geschlechtsorgane, bei 75% der Frauen aber Störungen im hormonalen Gleichgewicht. Jede anormale Blutung ist ein Grund um fachliche Hilfe aufzusuchen. Neben der zu starken und zu schwachen Regelblutung, kann es auch zu Polymenorrhoe kommen, das bedeutet die Verkürzung des Regelintervalls, wo die monatliche Regelblutung nur jede drei Wochen vorkommt. Im Unterschied zur Oligomenorrhoe, einer weiteren Störung, bei der es sich um die Verlängerung des Regelintervalls handelt und die Regelblutung erst jede sechs Wochen vorkommt.

 

 

 

Übersetzungen

SLO | HRV | ENG | DEU | RUS

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