Eine HPV-Infektion kann tödlich sein!
Eine HPV-Infektion kann tödlich sein!
HPV ist ein Virus, mit dem sich die Hälfte aller sexuell aktiven Menschen ansteckt und der sehr gefährlich sein kann. Lesen Sie alles über die HPV-Infektion.

Die HPV-Infektion ist der häufigste Grund für die Entstehung von Gebärmutterkrebs. (jlp)
Was ist HPV?
Humane Papillomaviren oder HPV bilden eine Gruppe von Viren, die durch Hautkontakt oder über die Schleimhaut übertragen werden. Es gibt über 100 verschiedene HPV-Genotypen. Die HPV-Infektion ist eine der am häufigsten sexuell übertragene Infektion, sowohl bei Männern und als auch bei Frauen. Die HPV-Infektion ist der häufigste Grund für die Entstehung von Gebärmutterkrebs, außerdem verursacht das Virus auch Krebs an der Vulva, dem Anus und dem Penis.

Die HPV-Infektion ist eine der am häufigsten sexuell übertragene Infektion, sowohl bei Männern und als auch bei Frauen. (jlp)
HPV-Infektion im Genitalbereich
Bisher sind 118 HPV-Typen vollständig beschrieben. Etwa 30 HPV-Typen infizieren fast ausschließlich die Haut und Schleimhaut im Anogenitalbereich. Die genitalen HPV-Typen lassen sich generell in zwei Gruppen einteilen: die Niedrigrisiko- (am häufigsten kommen HPV 6 und HPV 11 vor; sie verursachen Feigwarzen) und die Hochrisiko-Typen (am häufigsten kommen HPV 16 und HPV 18 vor; sie verursachen Krebs).
Die HPV-Infektion erfolgt meistens durch Geschlechtsverkehr, mit den Niedrigrisiko-Typen infizieren sich bis zu 60 % aller Frauen, die unter 30 Jahre alt sind. Mit den Hochrisiko-Typen infizieren sich ungefähr 15 % aller Frauen. Die HPV-Infektion mit einem Hochrisiko-Typen erfolgt, wenn der Körper die HPV-Infektion nicht besiegen kann. Diese Art der HPV-Infektion kann sich über mehrere Jahre ziehen und nur schwer diagnostiziert werden.
Statistische angaben über die HPV-Infektion bei Männern gibt es leider nicht, weil Vorsorgeuntersuchungen in diesem Bereich noch fehlen. Doch die HPV-Infektion kommt bewiesen auch bei Männern vor.

Die HPV-Infektion mit einem Hochrisiko-Typen erfolgt, wenn der Körper die HPV-Infektion nicht besiegen kann. (jlp)
Eine nicht aktive HPV-Infektion mit den Niedrigrisiko-Typen hat keine sichtbaren Zeichen zur Folge, der angesteckte Bereich weist keine Absonderlichkeiten auf. Die HPV-Infektion wird durch den Körper überwacht, und es kann passieren, dass Sie diese nie bemerken werden. Im Falle der aktiven HPV-Infektion (Infektion mit den Hochrisiko-Typen), verursacht das Virus Veränderungen in den infizierten Zellen. Die veränderten Zellen werden mit einem PAP-Test aufgedeckt. Wenn jene Zellen unentdeckt bleiben, können die Veränderungen zu Gebärmutterhalskrebs führen.
Die HPV-Infektion ist nicht heilbar, doch vor der Infektion kann man sich mit einer Impfung schützen. In die meisten Fällen sondert sich der Virus im Zeitraum von zwei Jahren von alleine aus dem Körper. Behandelt werden können nur Hautveränderungen (Warzen) und präkanzeröse Veränderungen des Gebärmutterhalses. Ein Abstrich des vaginalen Mundes ist Teil der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs.
Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen sind von großer Wichtigkeit, weil nur Ihr Gynäkologe mittels eines PAP-Tests eine HPV-Infektion feststellen kann, um im Fall von präkanzerösen Veränderungen des Gebärmutterhalses die entsprechende Behandlung einzuleiten.

Die HPV-Infektion kann nicht behandelt oder beseitigt werden. Eine Impfung gilt deswegen nur als Vorsorgemaßnahme. (jlp)
Impfung gegen die HPV-Infektion
An dieser Stelle nochmals zu betonen gilt, dass die HPV-Infektion nicht behandelt oder beseitigt werden kann. Eine Impfung gilt deswegen nur als Vorsorgemaßnahme.
Seit 2006 wird in Österreich und Deutschland gegen die HPV-Infektion der Impfstoff Gardasil vertrieben. Der zur vorbeugenden Immunisierung gegen einige Gebärmutterhalskrebs auslösende HPV-Infektionen Impfstoff kommt aus den USA. Anders als der zweite HPV-Impfstoff Cervarix, der seit 2007 in Deutschland zugelassen ist und aus England kommt.
Seit Ende Juni 2007 übernehmen alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Impfung bei Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.























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