Erotische Filme: Rated X
Erotische Filme: Rated X
Die kontroversen Brüder Mitchell haben mit dem Pornoklassiker Behind the Green Door in den Siebzigern die weibliche Vulva bekannter gemacht als Larry Flynt.

Wenn Sie an einer Biografie über die Brüder interessiert sind, die mit dem Genre der Pornographie anfingen, dann kommt Rated X wie gelegen.
Zeit des Sexes
Das war eine Zeit, in der Amerika ihre Unschuld verlor. Eine Zeit, in der alle Sex hatten. Sex, Drogen und nochmals Sex. Eine Zeit, in der Pornofilme eine größere Einnahmequelle waren als gewöhnliche Filme. Eine Zeit, in der Pornostars mehr Ruhm ernteten als die Hollywoodstars. Und eine Zeit, in der die Brüder Artie und Jim Mitchell am Starhimmel aufleuchteten (in Wirklichkeit gespielt von Charlie Sheen und Emilio Estevez). Zwei Pioniere unter den Pornografen, die für die Pornografie mehr getan haben als Larry Flynt. Die sich im Wort Sex den Buchstaben x ausdachten. Die ein eigenes persönliches Pornokino aufmachten und eigene persönliche Pornofilme vorführten. Unter anderem auch den Klassiker Behind the Green Door, mit dem die unvergessliche Marilyn Chambers die Szene betrat (sie wurde von Tracy Hutson gespielt, der neugebackenen Ehefrau des Schauspielers Barry Watson) und spielte unglaubliche 40 Millionen Dollar in die Kassen ein.

Marilyn Chambers, die Hauptdarstellerin des Films Behind the Green Door, wurde über Nacht zum Superstar.
Pornoklassiker
Diejenigen unter Ihnen, die sich wenigstens ein bisschen mit Pornografie auskennen, haben bestimmt den Film Behind the Green Door nicht verpasst, bei dem, wie schon erwähnt wurde, die Brüder Mitchell Regie führten. Dieser, im Jahr 1972 gedrehte, Pornoklassiker war eigentlich der erste Porno in der Geschichte, der eine reguläre und sehr starke Kinodistribution genoss. Eine Geschichte über eine Frau, die entführt und in einen Kinosaal gebracht wird, wo sie mit unterschiedlichen Partnern vor maskiertem Publikum Sex haben muss, versetzte die Zuschauer in große Begeisterung. Auch um der berühmten Ejakulationsszene willen, die in Zeitlupe ganze sieben Minuten dauerte. Die Idee der Brüder Mitchell zahlte sich demnach aus, während die Hauptdarstellerin Marilyn Chambers natürlicherweise ihren Vertrag mit einem Kosmetikhaus auflösen musste, da sie durch ihre Rolle seinen Namen in den Schmutz zog.

Die Brüder Artie und Jim Mitchell haben Anfang der Siebziger Amerika buchstäblich die Unschuld genommen.
Zwei Brüder, die Amerika die Unschuld nahmen
Sie haben Recht, die Brüder Mitchell haben Amerika gefickt. Ihr die Unschuld genommen, das Jungfernhäutchen für immer abgerissen und es auch anal penetriert. Und der Geschlechtsakt war alles andere als kurz. Bis zum Anfang der achtziger Jahre, als die Pornos durch das Video getötet wurden und uns die Brüder Mitchell noch mit ihrem letzten großen Porno, mit dem Titel The G Spot, aufwarteten. Im Film brillierten Ginger Lynn, Nina Hartley, Annette Heaven, Amber Lynn, John Holmes, Harry Reems und natürlich Traci Lords. Gerade dieser Film, der sich um den berühmten G-Punkt und die sogenannte weibliche Ejakulation dreht, prägte die Achtziger, da sich alle damaligen Pornostars in einem Film mit einem Thema beschäftigten, das zuvor nicht gerade alltäglich war.

Behind the Green Door, ein Klassiker der Pornografie, kann sich auch mit einer siebenminütigen Ejakulationsszene rühmen.
Das Ende der goldenen Ära der Pornografie
Dann war auf einmal mit allem Schluss. Jim in Artie, die sich ihre Brötchen als Besitzer des ersten echten Pornoklubs verdienten, erklärten uns, dass das Video eine gute Sache sei, da es den Männern ermögliche, auch im eigenen Wohnzimmer zu masturbieren. Aber sie haben ihren Reiz verloren. Sie haben ihren Orgasmus verloren. Sie haben den Sex durch Drogen und die Erektion durch Geld ersetzt. Damit haben sie ihr Todesurteil unterschrieben. So wie all diese Pornos, in denen natürliche durch Silikonbrüste und Sperma durch Jogurt ersetzt wurden. Dann ist es auch nicht verwunderlich, dass sie sich zerstritten haben und die Fortsetzung ihres ersten Pornos Behind the Green Door ein völliger Reinfall war, dem die Zuschauer den Rücken kehrten. Trotz der Interessantheit, dass alle Darsteller mit Kondomen und anderen Verhütungsmitteln Sex hatten. Dem Film war der Streit zwischen den Brüdern Mitchell stark anzumerken, der im Jahr 1991 dadurch ein tragisches Ende fand, dass Artie von Jim erschossen wurde. Nach dreijähriger Freiheitsstrafe konnte er in der Szene natürlich nie wieder Fuß fassen und starb im letzten Jahr auf seiner Ranch an einem Schlaganfall. Wie auch immer, Rated X ist ein Film, mit dem zwei Brüdern, die zu den Begründern des Genres der Pornographie gehören, Ehre erwiesen wurde. Er ist auf jeden Fall eine interessante, aber auch eine etwas oberflächliche, zu wenig qualitätvolle und dennoch ausreichend lebhafte Biografie über eine Zeit, die es schon lange nicht mehr gibt. Eine Zeit, die unter dem Druck künstlicher Frauen nachgeben musste. Und natürlich eine Zeit, in der sogar Charlie Sheen den Pornostar Ginger Lynn mit einem ganz normalen Mädel verwechselte.























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